Feuerwehr und Gemeinde Veitshöchheim laden ein, gemeinsam in die Pedale zu treten

2017-04-11_Feuerwehr„Veitshöchheim fährt Fahrrad“ lautet das Motto, unter dem die Freiwillige Feuerwehr und die Gemeinde Veitshöchheim am 27. Mai 2017 zum gemeinsamen Radeln aufrufen: Die drei Touren am Main entlang bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und starten zu unterschiedlichen Zeiten alle im Rathausinnenhof. Ein gemeinsamer Schlusshock ist gegen 15 Uhr im Biergarten „Meegärtle“ geplant.

„Die kleine Runde soll vor allem Familien mit Kindern ansprechen“, so der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth. In gemütlichem Tempo geht es nach Himmelstadt und nach kurzer Pause wieder zurück. Die 27-Kilometer-Tour beginnt um 12:30 Uhr. Die mittlere Fahrradtour führt nach Karlstadt. Abfahrt für die 36 Kilometer lange Radtour ist um 12 Uhr. „Natürlich haben wir auch an die ambitionierten Fahrer gedacht“ berichtet Kommandant Robert Röhm: Die 60-Kilometer-Tour nach Wernfeld und zurück startet um elf Uhr.

Die Ampel rechts informiert, ob die Veranstaltung stattfindet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig – teilnehmen darf man auch mit Pedelec/E-Bike.

Mit den Touren möchten die Organisatoren einen Anreiz schaffen, im Alltag häufiger auf das Fahrrad zurückzugreifen und Strecken CO2-frei zurückzulegen. Die Hälfte aller Autofahrten in Deutschland ist nämlich kürzer als fünf Kilometer – dabei ist gerade bei diesen kurzen Strecken der Kraftstoffverbrauch enorm hoch. Das im März 2017 verabschiedete Veitshöchheimer Radroutenkonzept soll mit verschiedenen Maßnahmen die Rahmenbedingungen im Ort nachhaltig verbessern.

 

Ergänzende Informationen zum Vortrag „Achtung Biene!“

2017-04-11_Vortrag Bienen BlättleDas Fachzentrum Bienen der bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim ist Forschungseinrichtung und Kompetenzzentrum für den Bereich Bienen und Imkerei. Das Fachzentrum Bienen versteht sich in erster Linie als kompetenter Partner und Dienstleistungseinrichtung der bayerischen Imker, ihrer Verbände und aller mit der Bienenhaltung befassten Institutionen. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Bienen für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen ist das Fachzentrum auch Ansprechpartner, wenn es um die gesellschaftlichen Leistungen der Bienenhaltung geht. Zum Internetauftritt des Fachzentrums Bienen.

Bienen stehen in unmittelbarem Austausch mit Ihrer Umwelt. Im Gegensatz zu anderen Haustieren müssen sie ihre Nahrung im Freien selbst suchen und sind daher auf ein reichhaltiges Angebot in Ihrem Umfeld angewiesen. Unter Bienenweide versteht man die Summe aller Nahrungsquellen, welche die Honigbienen bei ihren Sammelflügen nutzen. Hier informiert die LWG über die Bienenweide und deren Bedeutung.

Die „Veitshöchheimer Bienenweide“ ist eine Saatgutmischung zur Förderung von Insekten und Wildtieren. Mit dieser Saatmischung kann man der Biene im eigenen Garten, Vorgarten oder auf dem Balkon mit über 40 Wild- und Kulturarten Lebensraum schaffen. Die Bienenweide gibt es unter anderem hier zu kaufen:

Wer keine großen Mengen benötigt, kann mit seinen Nachbarn teilen. Natürlich bieten sämtliche Baumärkte auch Kleinmengen. Wichtig: Es handelt sich um mehrjährige Mischungen, d.h. man kann sich häufiger an der Blütenpracht erfreuen. Bitte beachten: Das Saatgut nicht zu stark mit Erde bedecken!

Wer aktiv in die Imkerei einsteigen will, kann sich hier Einsteigerinformationen holen.

 

Elektromobilität und Bienen stehen im Fokus der nächsten Vorträge

2017-04-11_Vortrag Bienen Blättle 2017-04-11_Vortrag E-MobilitätInteressante Referenten konnte die Gemeinde Veitshöchheim wieder für ihre Klimaschutz-Vortragsreihe gewinnen: Am Mittwoch den 3. Mai 2017 referiert Dr. Ingrid Illies vom Fachzentrum Bienen der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau über die Auswirkungen des Klimawandels auf die heimischen Bienen. „Elektromobilität – die Fortbewegung von morgen?“ lautet das Thema am Montag den 8. Mai mit Fachreferent Dr. Guido Weißmann von „Bayern innovativ“. Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Rathaus-Sitzungssaal. Der Eintritt ist frei.

„Achtung Biene!“ – häufig wird das kleinste Nutztier der Welt zuerst als stachelige Gefahr wahrgenommen.  Dabei sind die Bienen nicht nur wertvoller Honiglieferant, sondern aufgrund ihrer Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen für den Menschen überlebenswichtig. Durch intensive Landwirtschaft, Klimaveränderungen, Globalisierung und Bienensterben sind die kleinen Helfer jedoch gefährdet. Die Zahl der Bienenvölker ist stark rückgängig, es gibt immer weniger Imker.

„Mit dem Vortrag wollen wir aufzeigen, wie man mit einfachen Mitteln z.B. auf dem Balkon oder im Garten für die Bienen optimalen Lebensraum schaffen kann“, so der gemeindliche Klimaschutzmanager Jan Speth, der sich für die Organisation der Vorträge verantwortlich zeichnet. Dies kann beispielsweise durch Saatmischungen wie „Veitshöchheimer Bienenweide“ geschehen. Dr. Ingrid Illies wird darüber hinaus die Arbeit des Fachzentrums Bienen vorstellen.

Einen Vortragsabend mit anschließender Diskussionsrunde folgt am 8. Mai zum Thema Elektromobilität. Deutschlands größter Automobilclub ADAC schreibt auf seiner Homepage „der Elektromobilität gehört die Zukunft“. Eine Mobilität, die klima- und umweltfreundlich, ressourcenschonend und effizient ist – die aber andererseits auch polarisiert und von Vorurteilen behaftet ist.

„Mit Dr. Guido Weißmann vom Bayerischen Zentrum für Technologietransfer haben wir einen Experten für dieses dynamische Thema gefunden“, freut sich Speth. An diesem Abend gibt es ferner Informationen über die aktuellen Pläne der Gemeinde sowie über die laufenden Förderprogramme.

Carsharing in Unterfranken: Bericht in der Main-Post

Einen kritischen Blick hat unsere lokale Tageszeitung auf das Thema Carsharing in Unterfranken geworfen. Das Ergebnis verwundert nicht: In den Städten wird das Angebot ein Auto mit anderen zu teilen bis auf Ausnahmen wesentlich stärker angenommen als im ländlichen Raum. Eine Beobachtung, die man gewissermaßen auch auf Veitshöchheim übertragen kann: Bisher wird der silberne Flitzer am Bahnhofsparkplatz – leider – etwas zögerlich angenommen.

Zu teuer? Viele Kritiker des Carsharings machen es sich sehr einfach und rechnen bei der Fahrstrecke mal eben gegen, was sie für die gleiche Distanz mit ihrem eigenen PKW an Kraftstoffkosten haben. Viel zu teuer! Das ist jedoch eine Milchmädchenrechnung: Hinzurechnen muss man beim eigenen PKW die laufenden Unterhaltskosten, wie Steuern, Versicherung, TÜV, ggf. Stellplatzmiete und natürlich die Werkstattkosten, die bei manchen Reparaturen schnell mal mehrere hundert Euro auffressen. Irgendwann braucht man dann neue Reifen, ältere Autos wiederum mehr Öl, ein dreckiges Auto mal eine Reinigung. Vom Wertverlust ganz zu schweigen.

Wenn man diese Kosten gegenrechnet, ist das Carsharing dann plötzlich nicht mehr so teuer. Im Gegenteil: Man spart Geld und möglicherweise auch CO2, weil man häufiger aufs Auto verzichtet. Carsharing ist also eine gute Alternative – und wenn es „nur“ für den Zweitwagen ist. Das Carsharing-Auto darf übrigens auch von Fahranfängern ab 18 Jahren genutzt werden!

Informationen zum Veitshöchheimer APG-Carsharing finden Sie hier . Einfach unverbindlich ausprobieren!

© Dieter Gürz

© Dieter Gürz

Für Fragen, Kritik oder Anregungen zum örtlichen Carsharing stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung!

Veitshöchheimer Repair Café: Großteil der Reparaturen war wieder erfolgreich

75% der Reparaturen waren erfolgreich, in 14% der Fälle fehlten vor Ort lediglich Ersatzteile: Bereits zum siebten Mal fand am Samstag in der Veitshöchheimer Eichendorffschule die Selbsthilfewerkstatt Repair Café statt. Die Veranstalter zeigten sich insgesamt zufrieden, mussten aber aufgrund des schönen Wetters einen Besucherrückgang verzeichnen.

„Insgesamt 39 reparaturbedürftige Objekte fanden dieses Mal den Weg auf die Werkbänke der etwa 15 freiwilligen Helfer, im Vergleich zum sechsten Repair Café waren das sieben Gegenstände weniger“, berichtet der Veitshöchheimer Daniel Schiel, der die Veranstaltung zusammen mit dem gemeindlichen Klimaschutzmanager Jan Speth organisiert. 60% waren elektrische und elektronische Geräte, 28% Näharbeiten und 12% mechanische Defekte, so die Bilanz.

„Vom CD-Player über eine historische Wanduhr bis hin zum Plattenspieler war wieder alles dabei“ informiert der Klimaschutzmanager. Schwerpunktmäßig wurden dieses Mal Lampen verschiedener Bauart und kaputte Kleider mitgebracht. „Die Gäste waren dabei überwiegend älter“, so Speth. Fast die Hälfte der Besucher war über 60 Jahre alt, zeigt die Statistik. 83% der Besucher kamen aus Veitshöchheim, 17% waren Auswärtige.

„Es ist schön, dass sich das Repair Café in Veitshöchheim so gut etabliert hat“ freuen sich die beiden Organisatoren. Einziger Wehrmutstropfen: Möglicherweise zeichnet sich eine gewisse Sättigungsphase bei der Anzahl der Reparaturen ab – es kamen am Samstag nämlich weniger Besucher als bei den vorherigen Veranstaltungen. Bedingt war der Rückgang aber auch durch die gute Witterung.

Der ehrenamtliche Helferkreis hatte sich wieder mächtig ins Zeug gelegt und für optimale Rahmenbedingungen zu sorgen: Kistenweise wurde Werkzeug aufgebaut, Kaffee und Kuchen wurden angeboten und sogar eine Saxophon-Spielerin gab im Wartebereich ihr bestes. Involviert waren unter anderem auch Bastler, Kuchenbäcker, Helfer am Empfang und Hausmeister. „Wir sind froh, dass wir diese Helfer haben“, lobt Bürgermeister Jürgen Götz das ehrenamtliche Engagement.

>>> Zum Bericht im Veitshöchheim-Blog von Dieter Gürz

Copyright Bilder: Dieter Gürz

Nachhaltigkeitspreis Mainfranken 2017

53529_logo-nachhaltigkeit_2017-900Betrieblichen Umweltschutz zum Nulltarif gibt es nicht! Er lohnt sich aber trotzdem! So führen Investitionen unterm Strich vielfach zu erheblichen Kosteneinsparungen – etwa durch geringeren Material- und Energieeinsatz oder sinkende Entsorgungskosten. Ganz zu schweigen vom Imagegewinn, nicht nur für Unternehmen, sondern auch für eine gesamte Region, die sich als Standort mit hoher Umweltqualität einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte verschaffen kann.

Dieses Engagement würdigt die Region Mainfranken GmbH mit dem Nachhaltigkeitspreis Mainfranken 2017. Richtete sich die letztjährige Wettbewerbsrunde an mainfränkische Schulen, so werden in diesem Jahr mainfränkische Arbeitgeber ausgezeichnet, die in Sachen nachhaltiges Wirtschaften mit gutem Beispiel vorangehen. Ziel ist es, die in der Region bereits vorhandenen betrieblichen Anstrengungen zu würdigen, nach außen sichtbar zu machen und dadurch Motivation zur Nachahmung ökologisch tragfähiger, wirtschaftlich effizienter und sozial gerechter Maßnahmen zu schaffen. Denn nur so können die richtigen Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Mainfranken gestellt werden.

Schwerpunkt des Wettbewerbs bilden die Themen Klima und Energie. Die Implementierung von Energiemanagementsystemen wird ebenso honoriert wie die Durchführung energetischer Sanierungsmaßnahmen, die Nutzung regenerativer Energien oder der Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Auch die Realisierung eines klimafreundlichen Mobilitätsverhaltens, die Inanspruchnahme einer externen Energieberatung sowie außerbetriebliches Engagement beim Umwelt- und Klimaschutz zählen zum Kriterienkatalog des Wettbewerbs.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Wanderausstellung „Elektromobilität Bayern“ kommt nach Würzburg

ladesauele-schildDie Wanderausstellung Elektromobilität Bayern macht vom 4. April bis 5. Mai 2017 im Energie- und Klimazentrum Würzburg (Haugerring 5) Station und bietet aktuelle Informationen rund um die Elektromobilität in Bayern. Sieben Module präsentieren die wichtigsten Themenbereiche der Elektromobilität. Exponate laden zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Damit bietet die Ausstellung der breiten Öffentlichkeit – insbesondere Jugendlichen – einen technologieorientierten Zugang zur Mobilität von morgen. Die Wanderausstellung ist ein Angebot der Bayern Innovativ GmbH an bayerische Kommunen und öffentliche Einrichtungen, die Mobilität von morgen vor Ort greifbar und spielerisch verständlich zu machen.

Weiterer Schritt auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde

ft-logo-headerAm 22. März hat der Veitshöchheimer Gemeinderat beschlossen, dass Veitshöchheim Fairtrade-Gemeinde werden soll und erfüllte mit dem Beschluss zugleich das erste der fünf Kriterien. Als weiterer Schritt wurde am Mittwochabend eine Steuerungsgruppe mit Teilnehmern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung gebildet, die alle Aktivitäten in Veitshöchheim koordinieren und antreiben soll. Als Sprecherin der Steuerungsgruppe wurde die Veitshöchheimerin Eva Pumpurs gewählt. Von Seiten der Gemeinde stehe ich als Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Mit der Bildung der Steuerungsgruppe wurden auch die ersten Aufgaben verteilt, um die weiteren Kriterien zeitnah erfüllen zu können. In diesem Zusammenhang dürfen sich Gastronomiebetriebe, Einzelhandelsbetriebe, Vereine und Gruppen gerne auch mit uns in Verbindung setzen, die bereits Fairtrade-Produkte anbieten oder dies sich grundsätzlich vorstellen könnten.

Eine ausführliche Berichterstattung zu diesem Thema ist geplant.

Repair Café: Veitshöchheim repariert wieder

2017-02-24_Repair Cafe Blättle„Reparieren statt wegwerfen“ lautet am Samstag, den 1. April 2017 von 13 bis 18 Uhr in der Eichendorffschule wieder das Motto des Veitshöchheimer Repair Cafés. Ziel der von Daniel Schiel (dando-art Lichttechnik) und Jan Speth (Klimaschutzmanager der Gemeinde Veitshöchheim) organisierten Veranstaltung ist es, ein nachhaltiges Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft zu setzen.

Ob Bohrer, Küchenmaschine, CD-Player oder Staubsauger: Viele Gegenstände landen tagtäglich im Müll, obwohl Defekte oft schon mit geringem Aufwand behoben werden könnten. Elektronikfachmärkte raten schnell zum Neukauf. In Veitshöchheim gibt es seit 2014 im halbjährlichen Rhythmus die Möglichkeit, kaputte Dinge gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern und reichlich Werkzeug wieder in Schuss zu bringen.

„In 86% der Fälle verlief die Reparatur im Herbst erfolgreich oder es konnte zumindest eine Hilfestellung bezüglich Ersatzteilen gegeben werden“ berichtet Veitshöchheims Klimaschutzmanager Jan Speth. Etwa 15 Personen umfasst der offene Helferkreis derzeit. „Wir wollen nicht mit Fachbetrieben in Konkurrenz treten“ betont Daniel Schiel. Im Gegenteil: Mit vielen regionalen Firmen die noch Reparaturen durchführen stehen die Veranstalter in engem Austausch.

Die Reparaturen finden im Werkraum der Grundschule in der Günterslebener Straße 42 statt und erfolgen auf Spendenbasis. Die Besucher werden nach Möglichkeit in die Reparatur einbezogen und können Wartezeiten bei Kaffee und Kuchen überbrücken. Eine Anmeldung im Vorfeld ist nicht notwendig.

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